Biogas aus der Region und Solarenergie aus der eigenen Photovoltaikanlage sind bereits heute Bestandteile der Energieversorgung am Flughafen Memmingen. Einen wichtigen Energieträger liefert dabei eine regionale Biogasanlage, die unter anderem Gülle und Mist zur Erzeugung von Biogas nutzt. Dieses kommt in einem Blockheizkraftwerk am Flughafen Memmingen zum Einsatz und ersetzt dort fossile Energieträger.
Eine 18-minütige Videoproduktion zeigt, wie Biogas und die am Flughafen mittels Photovoltaik erzeugte Solarenergie zur Energieversorgung beitragen und welche Rolle diese Technologien bei der Reduktion der CO₂-Emissionen des Flughafenbetriebs spielen.
„Mit unterschiedlichen Technologien und Energieträgern wollen wir die CO₂-Emissionen des Flughafenbetriebs Schritt für Schritt reduzieren“, erläutert Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid, der auch in der Geschäftsführung der Airport Energie Management GmbH vertreten ist. „Dabei beschäftigen wir uns neben der Energieversorgung am Boden auch mit der Frage, welche Rolle erneuerbare Energien künftig bei der Bereitstellung alternativer Flugkraftstoffe spielen können.“
Eine Möglichkeit sind synthetische Flugkraftstoffe, sogenannte E-Fuels bzw. E-Kerosin. Bei deren Herstellung können erneuerbarer Strom und erneuerbarer Wasserstoff eingesetzt werden. Synthetische Flugkraftstoffe gehören zu den Kraftstoffoptionen, mit denen die Treibhausgasemissionen des Luftverkehrs gegenüber der Verwendung fossilen Kerosins über den Lebenszyklus reduziert werden können.
Der Film ist auf dem YouTube-Kanal von erneuerbare.tv abrufbar. Erneuerbare.tv stellt anhand von Best-Practice-Beispielen Projekte und Technologien der Energiewende in journalistischen Filmen vor. Die redaktionelle Verantwortung für die Filme liegt beim Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE. Damit sollen Forschungsergebnisse des Instituts und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Das Projekt „Green Airport Memmingen“ bündelt Maßnahmen zur Reduktion der Umweltauswirkungen des Flughafenbetriebs. Ein Schwerpunkt liegt auf der Reduktion der CO₂-Emissionen, die dem Flughafen in Scope 1 und Scope 2 zugeordnet werden. Der Flughafen verfolgt das Ziel, diese Emissionen bis 2045 auf Netto-Null zu reduzieren. (IM VIDEO NOCH ALTE AUSSAGE ZUR ZIELSETZUNG BIS 2030, NEU: 2045)
Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2017 die Airport Energie Management GmbH gegründet, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Flughafen Memmingen GmbH und der e-con AG, einer Tochter der Alois Müller Gruppe. Ein Bestandteil des Energiekonzepts ist das Biogas-Blockheizkraftwerk. „Die Anlage ersetzt jährlich rund 650.000 Kubikmeter Erdgas und reduziert dadurch die CO₂-Emissionen aus der Wärmeerzeugung des Flughafens um rund 1.600 Tonnen pro Jahr“, erklärt Andreas Müller, Geschäftsführer der Airport Energie Management GmbH. Auch im Luftverkehr sollen alternative Flugkraftstoffe künftig einen zunehmenden Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leisten. Sustainable Aviation Fuels (SAF) können gegenüber konventionellem fossilem Kerosin die Treibhausgasemissionen über ihren Lebenszyklus reduzieren. Mit der EU-Verordnung ReFuelEU Aviation gelten dafür verbindliche Mindestanteile: Seit 2025 müssen Flugkraftstoffanbieter an den erfassten EU-Flughäfen einen SAF-Mindestanteil von 2 Prozent bereitstellen. Dieser steigt auf 6 Prozent im Jahr 2030 und schrittweise auf 70 Prozent im Jahr 2050. Für synthetische Flugkraftstoffe gelten ab 2030 zusätzliche Mindestanteile.
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